| GRUPPE NEPTUN |
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grupo Neptun Neptun denomina o grupo brasileiro precursor da associação Ëule registrada na Alemanha
Neptun designates the Brazilian group which was the precursor of the Eule society registered in Germany
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(25.09.2006 18:57) Der Hinterglasmaler Heinrich Rambold
14.08.1872. Murnau a. Staffelsee im oberbayerischen Voralpenland. Der Gerbermeister Alois Rambold (1827 - 1892) und seine Frau Anna (1846 - 1925) freuen sich über den Familienzuwachs. Ein weiterer Sohn ist es. Er erhält den Namen Heinrich.
Zu dem Zeitpunkt konnte freilich noch niemand ahnen, daß aus ihm einst ein bekannter Künstler werden sollte, der in der Kunstgeschichte eine wichtige Rolle spielen würde.
Die Hinterglasmalerei hatte es ihm angetan. Möglicherweise um die Wende zum 20. Jahrhundert hat er seine Vorliebe für diese alte Volkskunst entdeckt. Ein genaues Datum ließ sich bisher nicht feststellen, da er selbst dazu keine Aufzeichnungen hinterlassen hat. Nur selten hat er seine Bilder datiert.
In Murnau war er damals der letzte noch lebende Hinterglasmaler. Begeistert bemalte er die Glas-Taferln mit verschiedenen Motiven in leuchtend bunten Farben. Und das, obwohl diese Erzeugnisse der Volkskunst aus verschiedenen Gründen schon nicht mehr gefragt waren. Er wollte dafür sorgen, daß sie nicht gänzlich aussterben. Unbewußt hat er dazu beigetragen, daß diese einfachen Glasbilder ihren Weg in die Kunstgeschichte fanden ...
Seine Kunst ist Volkskunst - gekennzeichnet durch eine vereinfachte Darstellung des Motives, das mit starken, meist schwarzen Konturen umrissen ist. Die Flächen werden gleichmäßig ausgemalt. Farbliche Abstufungen, Hell-Dunkel-Schattierungen, eine plastische Bearbeitung oder Raumtiefe gibt es nicht. Bei aller Beschränkung auf das Wesentliche werden jedoch bestimmte Motive ausgeschmückt, Verzierungen werden angebracht, Details werden akzentuiert. Das Geheimnis seiner Bilder liegt in der Wirkung der ungemein leuchtenden Farben. Manchmal scheinen die Farben hinter dem Glas direkt zu explodieren. Völlig unbekümmert setzt er ein leuchtendes Rot neben ein Senfgelb, kombiniert Violett, Blau und Grün dazu - und es wirkt, zieht magisch an ...
Als Anfang des 20. Jahrhunderts die modernen Maler des späteren 'Blauen Reiters' zu eigenen neuen Ausdrucksformen fanden, eine einfache Lebensweise auf dem Land anstrebten, dabei Murnau entdeckten, in dem sie zeitweise bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges lebten, stießen sie auch auf die Volkskunst. Und natürlich auf Rambolds Hinterglasbilder. Mit Erstaunen entdeckten sie, daß seine Art, vereinfacht und ausdrucksstark zu malen genau ihren Vorstellungen entsprach. Was lag näher, als auch einmal mit dieser neuen Technik zu experimentieren? Zusehen, wie das geht, konnte man ja bei Rambold. Gabriele Münter war die erste unter den Künstler-Freunden, die begann, Glasbilder von Rambold zu erwerben, einige zu kopieren und dann eigene zu malen. Mit ihrer Begeisterung steckte sie die übrigen Freunde an - das Glasmal-Fieber war ausgebrochen. Zahlreiche dieser zerbrechlichen Tafeln, die sich bis heute erhalten haben, bezeugen es.
Rambold, der sein ganzes Leben lang bis zu seinem Tod am 30.03.1953 malte, hat uns eine bisher unbekannte Anzahl von Hinterglasbildern hinterlassen, die in alle Welt verstreut sind: Bilder in verschiedenen Größen mit Heiligen, Namens-Patronen, Votiv-Tafeln, Bayerischer Geschichte, Brauchtum, manch lustiger Szene - immer umgesetzt in seiner eigenen künstlerischen Art, die manch einer damals nicht verstand, wenn nicht gar verachtete. Beeindruckt haben seine Hinterglasbilder in ihrer Einfachheit und der mitreißenden Farbigkeit den "Blauen Reiter" - in letzter Zeit finden die zuerst übersehenen Kunstwerke immer mehr Sammler.
Über Heinrich Rambold wußte man bisher nur sehr wenig. Geändert hat sich das mit dem Kauf eines seiner Bilder, das - angeregt durch EULE e.V. - der Auslöser zum Projekt 'Rambold-Forschung' war. Einige Veröffentlichungen geben schon einen recht guten Überblick über Rambolds Leben und Werk. U.a. wird daran gearbeitet, einen Katalog seiner Hinterglasbilder zu erstellen. Die Arbeit ist noch nicht zuende - wer etwas dazu beitragen kann, ist aufgerufen, sich bei EULE zu melden.
e-mail: jaspin@eule-soc.eu
Betrifft: rambold
Und hier sehen Sie noch einige Hinterglasbilder von Heinrich Rambold. 
Von jaspin |
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